Eine vertane Chance

Plakat

Seit ein Paar Tagen läuft bundesweite der Film Leroy in den Kinos: gut gemeint, aber dennoch ärgerlich!

Der Film hätte sehr wichtig sein können für schwarze Deutsche und Deutschland im Allgemeinen. Noch immer ist in zu vielen Köpfen nicht angekommen, dass man deutsch sein kann ohne “caucasian” auszusehen. Auch die Schwierigkeiten sich eine Identität nicht aus Traditionen und Ahnenreihen herzuleiten, sondern sie sich selbst, bewusst und aktiv zusammen zu zimmern, ohne dabei in klischeehafte Rollenmuster zu verfallen - einfach zu sein wie man ist und sich fühlt - sind Themen, denen sich eine moderne und offene Gesellschaft stellen muss, wenn sie mit einer so verheerenden Demographie in einer globalisierten Welt bestehen will.

Das sind ernste Themen! Und deshalb täte es gut diese in lockerer, unterhaltsamer Weise im Kino und damit im öffentlichen Diskurs und Bewusstsein wieder zu finden. Continue reading ‘Eine vertane Chance’

DIY-Strom

Eben habe ich das hier

gefunden und beschlossen eine neue Rubrik DIY (Do Ii Yourself) anzulegen. Es gibt zig Möglichkeiten sich mit ein Paar kleinen Hacks Dinge selbst zu machen. Natürlich sind sie nicht immer so gut, schnell, robust oder trendy, wie industrielle Produkte. Aber sie haben etwas Subversives weil sie eine, meist billige, Alternative darstellen und das Wissen darum, wie die Dinge eigentlich funktionieren bewahren und propagieren. Anstatt dieses Wissen in staubfreien Produktionsstraßen verschwinden zu lassen und von den Erkenntissen der Marktforschung abhängig zu sein bestimmt man selbst welche Features man bekommt.

mikro.fm ist ja irgendwie auch so eine DIY-Angelegenheit und erst recht die Lötworkshops.

Wie oft braucht man Strom zum Laden? Meistens geht einem ja der Saft gerade dann aus wenn man’s gar nicht brauchen kann. Hat man aber ausgerechnet dann das USB-Solarmodul dabei? Hm.. wenn man Campen geht, vielleicht..
Außerdem stellt sich die Frage wie viele Ladezyklen ein Akku das mitmacht wenn die Ladespannung schwankt (Wolken!) oder insgesamt nicht den Spezifikationen entspricht. Also Vorsicht! Aber für den Notfall scheint’s zu taugen und es macht herrlich unabhängig.

mikro.fm Parken

Wer hat schon Lust sich jeden Sonntag in einem stickigen Studio zu verkriechen um die Fahne hochzuhalten.. wo draußen der Sommer tobt?
Neulich im Park: mikro.fm-Picknick


citizenstand, -sit und -slepp.. tolle idee, ira!

Handy II

Boot Splash Screen OpenMoko

Nokia scheint aus einer Art Dornröscheschlaf aufgewacht zu sein und zumindest kommunikativ vorne dabei zu sein: die “eierlegende Wollmilchsau” hat nun einen Blog mit Radio, Fotoalbum, Cityguide und Partnern wie Melt, Vice und weiß nicht wen noch.. hauptsache vorne dabei.

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Pecha Kucha

Mirko-Transmitter

Schon erstaunlich, dass Form nicht nur einschränken sondern auch Halt geben kann. Gestern stellten wir mikro.FM (seit der Domainregistrierung heißen wir nun so) auf Pecha Kucha vor. 20 Bilder je 20 Sekunden. Johannes und ich wechselten uns ab und versuchten vor etwa 400 Leuten den strengen Rhythmus einzuhalten.. wir wurden gelobt :o)

Klima, Knut & Konsens

Beim Aufstehen meldete der Deutschlandfunk, die entlassene französische Geisel “Céline” appelliere an die Taliban auch ihre Mitgefangenen zu entlassen. Ich habe (Asche auf mein Haupt) überhaupt erst bei der Entlassung am Vortag von ihrer Entführung (anfang April) erfahren. Wie viele Geiseln anderer Nationen werden eigentlich gerade gefangen gehalten?
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Deniz’ Mac

Gerade habe ich, als alteingefleischter PC- und neueingefleischter Ubuntu-User ein nagelneues MacBook (weiß) zum ersten mal eingeschaltet.. Geburtshilfe quasi.. Leider ist es nicht mein eigenes, sondern das von Deniz. Dennoch, ein fast religiöses Gefühl. Deniz, hat von dem freundlichen Alice-Telefonisten ihr (im Büro!) vergessenes DSL-Passwort erfragt. Und siehe da, schon sind wir online und machen einen Blogeintrag. Wir sind so halli-galli begeistert, dass wir uns entschlossen haben einen gemeinsamen Blog für uns und underen Freundeskreis einzurichten. Dann kriegt die Welt alle Skandale in Echtzeit zu sehen.. und wir beschicken das Dingens mit unseren Handybildern per Mail und UMTS und was nicht noch alles.

mikro.FM

transmitter

    Lizenz:by-nc-sa

Autoren und Sprecher/inKaum ein anderes Medium ist bisher durch die Woge der Digitalisierung so sehr in Bedrängnis geraten wie das Radio. Während Schallplatte, Kassette, Buch oder Zeitung ihre Nischen gefunden haben oder schlicht weiterexistieren und sich so gegen eine digitale Ersetzung behaupten, drohen bis 2010 allein hierzulande 300 Millionen Radioempfänger zu einem riesigen, nutzlosen Schrotthaufen zu verkommen. Denn in den kommenden Jahren soll das analoge Radio weltweitabgeschaltet werden. Dadurch wird sich die digitale Kluft von Californien bis Calcutta deutlich vertiefen. Continue reading ‘mikro.FM’

Handy I

openmoko_board

Die Segnungen der mobilen Telefonie erreichten mich erst nach meiner Schulzeit. Bei uns gab man noch mit dem Sony DD-II an, einem Walkman, der auch beim Joggen nicht ins stottern kam, später war es cool wenn der Walkman unwesentlich größer war als die Kassette, die er barg. Mobiltelefone trug man damals als kleine Köfferchen mit Hörer durch die Gegend: C-Netz.
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I Am The People, The Mob

crowd

I AM the people–the mob–the crowd–the mass.
Do you know that all the great work of the world is
done through me?
I am the workingman, the inventor, the maker of the
world’s food and clothes.
I am the audience that witnesses history. The Napoleons
come from me and the Lincolns. They die. And
then I send forth more Napoleons and Lincolns.
I am the seed ground. I am a prairie that will stand
for much plowing. Terrible storms pass over me.
I forget. The best of me is sucked out and wasted.
I forget. Everything but Death comes to me and
makes me work and give up what I have. And I
forget.
Sometimes I growl, shake myself and spatter a few red
drops for history to remember. Then–I forget.
When I, the People, learn to remember, when I, the
People, use the lessons of yesterday and no longer
forget who robbed me last year, who played me for
a fool–then there will be no speaker in all the world
say the name: “The People,” with any fleck of a
sneer in his voice or any far-off smile of derision.
The mob–the crowd–the mass–will arrive then.

Poet: Carl Sandburg
Poem: 14. I Am The People, The Mob
Volume: Chicago Poems - Other Days (1900-1910)
Year: Published/Written in 1900

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Strawberry fields forever!
September 18th, 2006

Abends

fightclub.jpg 

Es gibt sie immer noch, diese seltsamen Berliner Nächte, in denen man sich bewusst wird, dass einem hier jederzeit alles passieren kann. Man sitzt dann wie im Kinosessel und ist selbst auf eine Entführung durch Außerirdische gefasst. Letzte Nacht war so eine. Etwas anstrengend, aber dennoch ein kleines Protokoll wert: Continue reading ‘Abends’

Strawberry fields forever!

Erdbeere

Bionik nennt sich die wissenschaftliche Methode technische Probleme mit Hilfe aus der Natur entlehnter Prinzipien zu lösen. Ob Sinnbild für Reinheit (Lotuseffekt), müheloses Gleiten (Haihaut) oder effiziente Strukturen (Leichtbauoptimierung bzw. neuronale Netze), Mutter Natur weiß wie’s geht.

..Und in sachen Kommunikation und Informationsverbreitung?
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