Handy I

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Die Segnungen der mobilen Telefonie erreichten mich erst nach meiner Schulzeit. Bei uns gab man noch mit dem Sony DD-II an, einem Walkman, der auch beim Joggen nicht ins stottern kam, später war es cool wenn der Walkman unwesentlich größer war als die Kassette, die er barg. Mobiltelefone trug man damals als kleine Köfferchen mit Hörer durch die Gegend: C-Netz.

Dann kamen sie, die handlichen kleinen modelle, die man etwa um 1995 für das D-Netz und später E-Netz verwenden konnte. Ich teilte die Verachtung für den denglischen Begriff “Handy”, der Technikhysterie und anbiedernde Anglizismen-Hippness in einem Ausdruck vereinte, und den es so im Englischen noch nicht mal gibt. Seit dem ich also 1997 mein erstes Mobiltelefon erwarb verweigerte ich mich dem Wort Handy, indem ich entweder von meinem Mobil-, Taschen- oder schlicht Telefon sprach. Über wechselnde Modelle achtete ich stehts auf ein großes display und darauf, dass das Ding nicht NUR zum Telefonieren taugte. Schließlich hatte ich dann ein Modell dass mich die eitlen iPod-Nutzer in S- und U-Bahnen bedauern ließ. Denn schließlich konnte ich mit dem Ding nicht nur Musik hören und telefonieren, sondern auch Fotos, Videos und Ton aufnehmen; ein, zwei Tasten weiter und das Zeug landet hier im Blog (wenn ich endlich mal die zeit und den bedarf finde das zu konfigurieren^^).

Vor wenigen Wochen stellte dann Steve Jobs das iPhone vor, und da viel mir auf, dass ich schon seit einer ganzen weile kein “Mobiltelefon” mehr mit mir rumtrage, sondern ein Gerät, dass wirklich “handy” ist. Ich habe mich also mit dem Wort “Handy” versöhnt! Und bald wird es hoffentlich auch kein Vermögen mehr kosten Webradio damit zu hören.
iPhone? ja, très chic, aber das hier ist der Hammer und sehr bald schon zu haben: ein GNU/Linux-Tausendsassa-Handy.. Haben! Haben! Haben! ein Interview mit einem Entwickler gibt es bei Chaosradio

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